Warum sich eigentlich niemand wirklich für dich interessiert (und warum das etwas Gutes ist)

Da wir gerade das Thema Schönheit habe, wollte ich etwas über eines meiner Lieblings-Kunstwerke schreiben.

„Landschaft mit dem Sturz des Ikarus“, es hängt in den königlichen Museen der schönen Künste in Brüssel und es ist unsicher, wer es angefertigt hat.

Werft einen Blick auf das Bild, was ist euch zuerst aufgefallen?
Der Bauer, der sein Pferd durch das Feld pflügen lässt? Das Schiff, das Richtung Hafen segelt? Vielleicht auch der Hirte mit seiner Herde.
Was fast niemanden bei erster Betrachtung auffällt, ist das Paar an Beinen, das vor dem Schiff aus dem Wasser ragt. Das ist Ikarus, der Sohn von Dädalus. Eine der bekanntesten Figuren der griechischen Mythologie, zusammen mit seinem Vater wollte er fliegen lernen. Doch er flog zu nah an die Sonne und das Wachs, mit dem die Federn seiner Flügel zusammengeklebt waren, schmolz. Er stürzte und ertrank im Meer.

Wir alle haben unsere Ikarus-Momente, wir übernehmen uns und überschätzen unserer Fähigkeiten. Wir scheitern. Wir wollen aber nicht scheitern.Die Angst vor dem Versagen an sich oft ist dabei nicht unser Hauptproblem, sondern viel mehr die Angst davor, was andere von uns halten. Doch wenn wir ganz ehrlich zu uns selbst sind, wahrscheinlich gibt es nur eine Handvoll Menschen, die sich wirklich für unser Handeln interessieren. Fehler sind eine der besten Möglichkeiten zu lernen.

Deswegen sollten wir immer im Hinterkopf behalten, dass wir bedeutungslos sind für die meisten Menschen.Wenn uns das nicht reicht, können wir immer weiter rauszoomen bis in die Ganzheit das Universum betrachten und merken, hier ist selbst die gesamte Menschheit nur ein Punkt auf einer unendlich wirkenden Zeitlinie. Wenn wir aufhören, uns selbst so wichtig zu machen, können wir uns von vielen geistigen Fesseln lösen und uns auf das konzentrieren, was für uns wirklich zählt. Unsere kleine Welt, die verändern wir können. Statt die Welt zu retten, sollten wir vielleicht anfangen, einer Handvoll Leute wirklich zu helfen.

Sind wir alle mal einen Moment wirklich ehrlich zu uns selbst und stellen uns folgende Fragen. Wer bedeutet mir etwas? Wem bedeute ich etwas? Ich kam meistens zu der Erkenntnis, dass es weniger Leute sind, als ich vorher geschätzt hätte.

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