Warum gibt es so viele schlechte Horrorfilme?

Wir könnten eine ganz einfache Antwort geben: Sie rentieren sich!

Obwohl sie meistens billig produziert sind und sich teilweise extrem schlechte Kritiken einfangen spülen sie immense Geldsummen in die Kinokassen.
Natürlich beantwortet das die Frage nur oberflächlich. Die Folgefrage lautet, warum schauen sich so viele Leute trotzdem diesen film-technischen Müll an?

Bevor ich ins Detail gehe, muss ich zugeben, ich bin schuldig im Sinne der Anklage. Mein Konsum von Horrorfilmen ist ziemlich hoch, vor allem weil ich mir sonst nicht so viele Filme anschaue. Meine Vermutung ist, es spricht die menschliche Natur direkt an.
Ähnlich wie Gewaltverherrlichende Kriegsfilme Männer und stumpfe erotische Romane Frauen ansprechen, zielen Horrorfilme auf eine der grundlegendsten menschlichen Emotionen ab: Angst!

Das Besondere an Grusel-streifen ist, dass sie nicht innovativ sein müssen. Deswegen sind Horrorfilme so verseucht mit Millionen von Fortsetzungen die immer die gleiche Formel nutzen.

Horrorfilme funktionieren mit fast jeder Prämisse, es gibt Horrorfilme über alles. Von Hunden bis hin zu Autoreifen wird alles missbraucht, um Angst einzujagen.

Vor allem Moderne Horrorfilme sind verseucht mit sogenannten „Jump-Scares“, also Szenen, in denen die Musik leiser wird und auf ein Mal irgendwas im Bild auftaucht. Es ist einfach, aber funktioniert fast jedes Mal. Diese billigen Tricks locken Zuschauer immer wieder in die Kinos.

Natürlich gibt es auch wirklich gute aktuelle Horrorfilme. Mir hat „it follows“ und „der Babadook“ in letzter Zeit wirklich gefallen. Sie experimentieren mit interessanten Ideen und regen tatsächlich zum Nachdenken an.

Zum Abschluss von mir ein fröhliches Halloween und lasst mich in den Kommentaren wissen, was eure Lieblingshorrorfilme sind.

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