Mein Glaube

Wie viele hier in Deutschland bin ich christlich getauft worden.
Und da ich in Bayern geboren wurde sogar katholisch.
Im Laufe meiner Jugend kam dann immer öfter die Überlegung auf,
ob ich nicht Konfession wechseln wolle.
Dass Frauen z.B. keine Priesterinnen werden
dürfen oder dass der Staat und die Kirche nicht komplett voneinander getrennt sind,
störten mich mit der Zeit zunehmend. Dennoch kam es nie dazu.

Im Altgriechischunterricht haben wir dann mal einen Brief gelesen,
in dem ein Grieche seinem Freund erklärt, dass er
Agnostiker sei. Und da ging mir ein Licht auf. Ich bin weder streng gläubig,
noch lehne ich eine Existenz Gottes komplett ab.
Ich muss also Agnostikerin sein.

Wie soll ich denn auch von der einen oder der anderen Seite überzeugt sein?
Als Gläubige kann ich mir nicht sicher sein, dass es Gott gibt, weil ich ihn (noch?) nicht erfahren habe.
Als Atheist kann ich mir aber auch nicht sicher sein, dass es gar keinen Gott gibt,
denn woher kommt denn das alles hier?! Ich bin also wie so oft unentschlossen.
Agnostizismus ist für mich ein anderer Begriff für „keine Ahnung“. Aber natürlich ist es auch ein
„Ich kann die Antwort nicht wissen und dazu stehe ich. Bisher war keine der beiden Seiten für mich überzeugend genug, also
nehme ich den Mittelweg.“
Auch wenn ich mir nicht sicher bin, bedeutet es nicht, dass ich irgendetwas gegen Gläubige
oder Atheisten habe. Vielmehr bedeutet es, dass ich beide Seiten nachvollziehen kann. Ich
bin mir eben nur nicht sicher.

-Von Paulina G.

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