Karma is a bitch

V0017709F2 Yama, the Lord of Death, holding the Wheel of Life
Credit: Wellcome Library, London. Wellcome Images

Wenn mir Leute erzählen, sie glauben an „Karma“, stellen sich mir die Nackenhaare auf.
In der aktuellen Pop-Kultur ist es definitiv eines der berühmtesten spirituellen Konzepte.
Ich verstehe den Reiz von Karma, auf den ersten Blick klingt es auch ganz gut.

Schauen wir es uns aber mal genauer an.
Den Ursprung und den bis heute größten Einfluß hat es im Hinduismus und im Buddhismus.
Du kannst dir Karma wie ein moralisches Girokonto vorstellen.
Für jede gute Tat kriegst du Gutschreibung, für jede schlechte Tat wird dir etwas abgezogen.
Ultimativ hat jede Handlung eine Folge, die sich auf dein nächstes Leben auswirkt.
Viele Diktatoren starben reich und im hohen Alter, während woanders Kinder an einer einfachen Entzündung verrecken.

Das zeigt ziemlich eindeutig, warum Karma nicht in einer Lebensspanne funktionieren kann.
Deswegen ist es meistens mit der Idee der Reinkarnation (Wiedergeburt) sehr eng verknüpft, im Buddhismus und auch im Hinduismus ist die Widergeburt, neben dem Karma, eine der wichtigsten Säulen der Religion. Das heißt, wenn du stirbst hat dein Karmakonto einen Einfluss auf dein nächstes Leben.

Klingt nach einer netten Idee, oder nicht?
Einem fällt aber schnell auf, dass es schnell zu einigen Problemen führt,
denn auch wenn Karma als Lebenübergreifendes Konzept verstanden wird, ist es eine sehr gefährliche Idee.
Wenn ihr von Karma überzeugt seit, dann glaubt ihr, dass jeder bekommt, was er verdient.

Bedeutet im Klartext, dass jeder sein Unheil selbst verschuldet hat.
Schließlich hat er die Position, in der sich befindet, durch die Taten eines früheren Lebens „verdient“.

Seit ihr der Meinung das es Karma gibt und ihr an Krebs erkrankt, habt ihr es verdient.

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