Ist Kulturkritik Rassismus?

Vor wenigen Tagen wurde ich von den „Jusos in der SPD Landkreis Harburg“ gesperrt und meine Kommentare unter einem Beitrag von ihnen gelöscht.

Der Punkt, den ich gemacht habe, war folgender:
Es gibt Kulturen, die Gewaltaffiner sind als andere und es gibt Kulturen, da ist besonders Gewalt gegen Frauen deutlich verbreiteter und akzeptierte.

Dazu schrieben sie Folgendes:

Rassismus ist keine Meinung, sondern in Deutschland ggf eine Straftat.
Volksverhetzung beispielsweise fällt nicht unter die Meinungsfreiheit.

Das stimmt, aus juristischer Sicht. Tatsächlich sehe ich Rassismus als eine Meinung an, eine dämliche, aber eine Meinung.
Wir diskutieren nicht, ob es Ethnien oder Kulturen gibt, die weniger Wert sind oder die kriminell veranlagt sind. Wenn du deswegen denkst, du müsstest unser „Gegner“ sein, dann müssen wir uns wohl damit abfinden.

Und hier ist ein typisches Beispiel für billige rhetorische Tricks. Wir haben nie von Ethnien gesprochen und auch nie von Wert oder Veranlagung. Wovon wir gesprochen haben waren Kulturen, die unterschiedliche Wertvorstellungen haben. Vor allem zum Thema Gewalt gegen Frauen. Mein Argument war, dass Kulturen existieren in denen Frauen schlechter behandelt werden.

Kulturkritik ist der Motor für Entwicklung innerhalb einer Gesellschaft. Bis vor 2 Jahrzehnten war Vergewaltigung in der Ehe legal, sowas muss kritisiert werden.
Saudi-Arabien, Somalia, Jemen, Pakistan, Syrien, Mali, Iran, Elfenbeinküste, Libanon, Jordanien, Marokko sind alles Länder die Frauenrechte regelmäßig mit Füßen treten.
Die JuSos scheinen solche Probleme komplett zu ignorieren, nennen sich aber selbst Feministen. Ich bin wirklich tief enttäuscht von solchen Mitteln im Diskurs.

Um den JuSos die Möglichkeit zu geben, sich richtigzustellen oder ihre Meinung zu vertreten, fordere ich euch zu einer Debatte auf. Schreibt mir bei Facebook oder per E-Mail.

Liebe Grüße
Paul Port
paulport@gmx.de

2 Gedanken zu „Ist Kulturkritik Rassismus?

  • Juni 26, 2018 um 14:28
    Permalink

    Du hast in deiner Liste „Verlorene Wörter“ ebenfalls aus Rassismus „Kulturkritik“ gemacht und gesagt, dass Rassismus lediglich die Einteilung in biologische Rassen bedeutet. Aktuelles Beispiel, der schwedische Fußballer Jimmy Durmaz wurde nach einem Spiel als „verdammter Ausländer“ und Selbstmordattentäter betitelt. Ist das für dich Kulturkritik? Sind das für dich Beleidigungen wie „Arschloch“ oder „Penner“?

    Nein, das ist Rassismus. Das ist genauso rassistisch, wie es homophob ist wenn man jemanden „Schwuchtel“ nennt. Du willst auf dieser Seite Leuten deine Gedankengänge nahelegen, klingst aber leider häufig so, als würde ich mich auf der Facebookseite einer rechtspopulistischen Partei befinden.

    Antwort
    • Juni 27, 2018 um 16:27
      Permalink

      Also die Seite hat mehrere Autoren und jede Meinung kann hier vertreten werden, meine Beiträge spielen also nur meine Meinungen wieder.

      Wenn Menschen jemanden aufgrund von biologisch „rassischen“ Merkmalen diskriminiert, ist das Rassismus oder wenn ihnen weitgehende Eigenschaften deswegen zugeschrieben werden. Bei der Beleidigung Selbstmordattentäter, verdammter Ausländer ist das offensichtlich der Fall. Das ist keine Kulturkritik und habe ich auch nicht behauptet. Zu sagen der Islam prägt, in den meisten Ländern eine Kultur, die mit der westlichen Welt nicht vereinbar ist, dann ist das Kulturkritik.

      Wörter sind selten von Natur aus böse oder schlecht, viele beschreiben sich gegenseitig mit „Schwuchtel“, so etwas Ähnliches haben viele Gruppen.
      Ich würde meine Gedanken im Großen und Ganzen eher als klassisch liberal und Demokratie kritisch einordnen.
      Wörter sind selten von Natur aus böse oder schlecht, viele beschreiben sich gegenseitig mit „Schwuchtel“, so etwas ähnliches haben viele Gruppen.
      Ich würde meine Gedanken im großen und ganzen eher als klassisch liberal und Demokratie kritisch einordnen.

      Antwort

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