Ergänzung zum Beitrag: Warum du klare Regeln für ein gutes Leben brauchst.

Natürlich ist es nicht so einfach, nach der Kritik eines Lesers, bei der ich mich an dieser Stelle bedanken möchte, hier noch zwei Ergänzungen.

Ordnung statt Dogma

Wo passt Spontanität in die Gleichung? Spontanität und Flexibilität ermöglichen viele Chancen in nahezu jedem Lebensbereich. Sie aus der Gleichung streichen zu wollen, wäre nicht nur unmöglich, sondern würde auch viel Potenzial ungenutzt lassen. Das Bewerbungsgespräch bei einer besseren Firma passt nicht in deinen Tagesplan? Das süße Mädchen im Fitnesscenter anzusprechen führt dazu, dass du nicht mehr im Zeitplan für das Training bist? Je nach Lebensprioritäten gibt es unterschiedliche Dinge, für die es Wert ist, den Plan zu ändern. Die Regeln sollen einen Rahmen geben, der deinen Tag zu einem guten Tag macht. Ein starres Dogma sollte es nicht sein.

Die Regeln solltest du natürlich nach Wichtigkeit ordnen. Ganz oben sollten einige Sachen stehen, die du auf keinen Fall machst, zum Beispiel Lügen, töten oder stehlen. Darüber musst du dir oft nicht so den Kopf machen, da es gesellschaftlich meisten sowieso schon verboten ist. Eine mögliche Ordnung wäre zum Beispiel: Moral; Familie; Beruf; Freunde; Sport. Natürlich ist die Trennung nicht immer so einfach zu machen. Als Bodybuilder ist Sport Teil des Berufs, wenn du in einem Familienunternehmen arbeitest, ist Beruf von Familie nicht so leicht zu trennen. Die Regeln sollten dafür sorgen, dass du weißt, was du tust und deine Gewohnheiten, auch wenn sie irgendwann unbewusst sind, immer eine Grundlage haben.

 

Angst vor einem langweiligen Leben?

Zum Gewohnheitstier zu werden, kann das Leben langweilig machen. Langweilig sein ist für viele Menschen, mich eingeschlossen, unglaublich beängstigend. Ein wichtiger Schritt ist es, die Regeln regelmäßig zu betrachten und in kleinen Schritten zu ändern, oder, wenn nötig, sie komplett aus dem Leben zu streichen. So könnte man einen anderen Supermarkt besuchen und merken, dass die Preise oder Produkte besser sind. Außerdem sollten niemals alle Lebensbereiche komplett durch reguliert sein. Eine Liebesbeziehung zu planen, klingt schon theoretisch nach einer katastrophalen Idee. Doch Sachen wie jede Woche Zeitfenster für einen Partner freizuhalten, kann durchaus die Beziehung erleichtern. Viele Dinge kann man sehr stark routinieren und dadurch Zeit und geistige Kapazität gewinnen. Für mehrere Tage kochen, für mehrere Wochen einen Trainingsplan erstellen oder ein Buch, das gelesen werden will, in kleine Teile aufteilen. Generell gilt, umso wichtiger der Lebensbereich für mich ist, umso vorsichtiger sollte ich mit Regeln sein.

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