Ein Liebesbrief an Bücher

Bücher sind das ultimative Medium.
Filme, Videospiele, Hörspiele sind alle schön und gut, aber gegen das Buch haben sie keine Chance.

Wie oft habt ihr schon gehört: „Das Buch ist viel besser als der Film!“
Ich habe es oft gehört, sehr oft. Wie schaut es aus mit: „Der Film ist viel besser als das Buch!“
Das habe ich so noch nie gehört, vielleicht einmal, höchstens zweimal.

Dafür gibt es gute Gründe. Meine Liebe für Bücher ist nicht bedingungslos, sondern in Fakten gebunden, die schwarz auf weiß stehen.

Bücher sind fast kostenlos herzustellen. Jeder kann ein Buch schreiben, jeder kann jede Art von Buch schreiben und mittlerweile kann es auch jeder veröffentlichen.

Während Filme fast immer Multi-millionen Projekte sind, kann jeder einen Stift oder eine Tastatur in die Hand nehmen und ein Buch schreiben. Große fantastische Welten, Drachen, Elfen, riesen Roboter, Expeditionen ins Weltall, kosten dich nichts außer ein bisschen Anstrengung deiner Fantasie.

Filme brauchen Animatoren, Make-up Artists und Schauspieler und vor allem Investoren.
Investoren wollen vor allem ihr Geld wieder herauskriegen und deswegen wollen sie den Film für ein möglichst breites Publikum drehen.
Dasselbe mit Videospielen, die ein mittlerweile enormen Anteil an der Unterhaltungsindustrie haben.

Investoren bringen also ihre Vorstellungen mit in den Film und nehmen einen großen Einfluss, die Vision des Direktors oder Regisseurs wird verseucht mit der oft schrecklichen Änderungen, um dem Publikum zu gefallen.

„Mortal engines“ ist ein aktuelles Beispiel. Eines dieser Bücher, die ich in einer Nacht durchgelesen habe und nicht nur wegen der unglaublich kreativen Welt. Heather Shaw ist einer der Hauptcharaktere in dem Buch und was sie auszeichnet ist, dass sie extrem entstellt ist. Ihr fehlt ein Auge und die Nase. In der Verfilmung hat sie ein paar Narben im Gesicht und sieht sonst natürlich wie in jedem Hollywoodfilm super aus. Ekelhaft, wie dem Charakter die Seele gestohlen wird, damit sie „normal“ aussieht.

Ich könnte eine ganze Liste über schlechte Filme, die auf guten Büchern basieren schreiben.
Percy Jackson, The Dark Tower, der goldene Kompass und ganz vorne mit dabei ist Eragon!

Das Buch kann sich treu bleiben und es gibt immer noch dutzende Autoren, die ihren Visionen treu bleiben.
Büchereien machen es möglich, dass Bücher jedem zugänglich bleiben und außerdem sieht ein Buch im Regal ja wohl 1000x besser aus als eine DVD.

Bücher haben einfach mehr Style als andere Medien.
Was sieht besser aus in der Hand? Eine Zigarette oder eine Zigarre?
Ein Anzug oder ein Trainingsanzug? Ein Buch oder ein Playstation Controller?
Ein Heimkino ist schön und gut, aber eine eigene Bibliothek ist ziemlich unschlagbar.

Solltest du viel wert auf Technologie setzt, gibt es immer noch E- Books.

Noch eine letzte Frage! Hättest du lieber ein Kind, das 5 Stunden am Tag liest oder 5 Stunden am Tag Filme schaut?
Bücher regen die Fantasie an, verbessern deinen Wortschatz und beruhigen den Geist für ein paar Stunden.

Natürlich ist es auch okay, wenn ihr ein anderes Medium vorzieht, wir alle irren uns von Zeit zu Zeit.

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