Dinge, die ich nicht verstehe: Chancengleichheit

Mein Problem fängt schon bei dem Wort an. Welche Chancen sind gemeint?
Die Vorstellung, sein eigenes Leben komplett zu kontrollieren und frei gestalten zu können, im absoluten Sinne, ist völliger Schwachsinn. Wir sind geboren mit bestimmten Eigenschaften und Grundvoraussetzungen, die wir nicht überwinden können.

Ein Beispiel: die kleinsten Profibasketballspieler in der NBA(National Basketball Association) sind 1,75 m groß. Damit sind sie 5 cm unter dem Durchschnitt. Ein Mann, der 1,65 ist, wird nie ein erfolgreicher Basketballspieler sein, egal wie groß sein Talent in jedem anderen Bereich des Spiels ist. Bei Intelligenz, auch wenn es ungleich komplizierter als die Körpergröße ist, wird davon ausgegangen, dass mindesten 50 % vererbt werden.

Im Klartext heißt das,  es gibt Menschen, die haben von Geburt an nicht die Kapazität. bestimmte Tätigkeiten auszuüben. Eine Frau wird nie annähernd so viel Gewicht heben können wie ein Mann, dafür dominieren Frauen extremes Langstreckenschwimmen.

Natürlich gibt es aber auch innerhalb der Geschlechter große angeborene Unterschiede.
Gleichheit ist ein völlig irrsinniges Unterfangen, wir können den IQ anderer Menschen wenn überhaupt, nur ganz begrenzt erhöhen. Die einzige Möglichkeit wäre, die intelligenteren Menschen auszubremsen, um sie auf das niedrigere Level zu bringen.

Gleichheit ist wie fast immer der falsche Ansatz, stattdessen sollten wir eher die Stärken betonen.
Natürlich wird es immer leistungsfähigere Menschen geben, es wird immer Menschen geben, die mit weniger Arbeit erfolgreicher sein werden aufgrund überlegender Genetik.

Wir können und dürfen das Leben nicht mit einem Spiel vergleichen, in dem versucht wird, die Bedingungen für jeden gleich zu machen.

Dafür müssen wir aber aufhören, Unterschiede zu leugnen. Bei einem Blick auf den 100 Meter Sprint in Olympia wird ganz klar, warum Genetik vor allem bei den Besten so viel ausmacht.

Anzunehmen, Intelligenz und andere geistige Kapazitäten seien völlig losgelöst von der Genetik, ist wissenschaftlich nicht haltbar. Studien mit Zwillingen haben gezeigt, dass mindestens 50 % der Intelligenz rein genetisch bedingt ist.

Bedeutet das, dass wir mit weniger Intelligenz nichts erreichen können? Nein

Heißt das, wenn wir versuchen Chancengleichheit durchzusetzen, schaden wir den „Besseren“ kurzfristig und jedem langfristig? Ja

Ist Gleichheit nicht nur ein utopisches, sondern auch nicht wünschenswertes Ideal? Ja

Sollte die Gesellschaft versuchen, jeden nach seinen individuellen Stärken zu fördern? Ja

Was versteht ihr unter Chancengleichheit? Habe ich etwas missverstanden? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

15 Gedanken zu „Dinge, die ich nicht verstehe: Chancengleichheit

  • August 8, 2018 um 17:28
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    Wenn über Chancengleichheit diskutiert wird geht es nicht darum das jeder die Möglichkeit hat die 100 Meter in unter 10 Sekunden zu rennen. Es geht darum das jeder die Chance bekommen kann auszuprobieren, ob er es kann, indem zum Beispiel jedes Kind die Chance bekommt in einen Sportverein zu gehen! Dadurch wird auch keinem, wieder Autor sagt, Besseren geschadet.

    Das gleiche gilt für die Bildung von Kindern aus benachteiligten Familien. Nehmen wir das Beispiel einer alleinerziehenden Mutter von drei Kindern, von Hartz IV lebend. Sie kann nur äußerst schwer ihren Kindern die gleichen Bildungsmöglichkeiten geben, als es Eltern der oberen Mittelschicht können, z.B. Nachhilfe oder auch nur das die Eltern mit den Kindern für Arbeiten lernen.

    Chancengleichheit als Schaden und nicht wünschenswerte Utopie abzutun ist meiner Meinung nach gefährlich für eine Gesellschaft. Und wenn der Autor sagt, dass jeder nach seinen individuellen Stärken zu fördern sei, dann scheint ihm entgangen zu sein, dass jene Stärken erstmal gefunden und ausgebildet werden müssen und das geht nur wenn jeder die gleiche Chance dazu hat!

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    • August 8, 2018 um 20:43
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      Tiptop ming jung haste gut gemacht dickerchen RIP den Autor

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    • August 8, 2018 um 22:03
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      Auch ohne Maßnahmen für die Chancengleichheit, können die meisten Menschen, die meisten Sachen ziemlich problemlos ausprobieren. Das war in der Vergangenheit meisten nicht möglich aufgrund von Ungleichheit vor dem Recht oder Armut.
      Staatliche Maßnahmen schaden finanziell immer den Leistungsträgern am meisten.

      Diese Benachteiligungen sind nicht auszugleichen. Stattdessen müsste eher daran gearbeitet werden solche Situationen zu reduzieren. Wohlhabende Akademikereltern werden ihren Kindern, im Durchschnitt immer mehr (finanziell und intellektuell) ermöglichen als alleinerziehende Sozialhilfeempfänger.

      Ich glaube, dass eine freie Gesellschaft wichtiger ist als eine Gleiche und Freiheit führt zu Ungleichheit.
      Unsere Gesellschaft profitiert in keiner Weise von irgendwelchen Maßnahmen, die mit Chancengleichheit begründet sind. Als Kind haben vor allem Eltern sich um die Förderung des Kindes zu kümmern und später ist es Eigeninitiative, die zählt. Außerdem brauchen wir nicht alle dieselben Chancen, eine Menge unserer Fähigkeiten sind angeboren und abzusehen. Die meisten Eigenschaften können in fast jeder Umgebung (zumindest in Deutschland) ausgebildet werden.

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  • August 11, 2018 um 15:28
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    Chancen im sozialen Sinne sind gemeint, wie die Definition auf Wikipedia asseriert:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Chancengleichheit

    Zudem ist es schwer gegen einen Deterministen zu argumentieren, aber drehen wir die 50 % der kognitiven, analytischen Intelligenz mal rum. Wenn ein Individuum die Möglichkeiten geboten bekommt, kann es 50 % (also die Hälfte) seines Intelligenzquotienten verbessern.Das ist beachtlich! Wenn wir das bei möglichst vielen oder allen schaffen könnten (durch Chancengleichheit) würden wir uns den umweltlichen und sozialen Problemen der Welt intelligenter stellen und vielleicht irgendwann wirklich in einer Utopie leben oder einfach nur zusammen ein besseres, gerechtes Leben führen.

    Ich denke, dass du noch nicht ganz die Ziele und Methoden von Chancengleichheit verstanden hast. Aber ich kann mich da auch irren und ich bin vielleicht der Unwissende. Offene Dialoge bringen uns näher zur Wahrheit 🙂

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    • August 11, 2018 um 17:05
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      Dann schauen wir auf Wikipedia, was genau ist denn mit Diskriminierung gemeint?
      „Dazu gehört insbesondere das Verbot von Diskriminierung beispielsweise aufgrund des Geschlechtes, des Alters, der Religion, der kulturellen Zugehörigkeit, einer Behinderung oder der sozialen Herkunft, das in den Menschenrechten festgeschrieben ist.“
      Es gibt z. B. Berufe, die für Menschen mit gewissen Behinderungen unmöglich sind, sollten wir versuchen, diesen Menschen es möglich zu machen und wenn ja warum?
      Ein Rollstuhlfahrer wird nie ein Läufer werden und ist auch als Postbote oder ähnliches extrem eingeschränkt, dafür gibt es viele Berufe, wo es kaum einen Unterschied macht, wie akademische Berufe etc.…
      Kulturell und religiös gilt dasselbe. Natürlich bin ich auch gegen Diskriminierung vor dem Gesetz und es ist ungerecht, wenn eine Kultur/Religion/ Behinderung vorgeschoben wird, aber es gibt durchaus Gründe, warum gewisse Sachen von gewissen Menschen nicht gemacht werden können.
      Ich sollte hinzufügen, dass 50% nahezu wissenschaftlicher Konsens ist, als MINIMUN, es schwankt zwischen 50%-80%. Aber gehen wir einfach für dieses Argument von 50% aus.
      Ein Problem ist, wir wissen nicht wirklich, wie wir Intelligenz erhöhen können.

      Außerdem würde mich mal interessieren, was denn für dich konkrete Maßnahmen sind die Chancengleichheit verbessert haben und die auch die Gesellschaft in der Vergangenheit vorangebracht haben. Ich bin nicht deterministisch im Sinne von, dein Leben ist mit der Geburt vorherbestimmt, sondern nur, dass es genetisch Grundlagen gibt, die gewissen Sachen näher legen. Meine Körpergröße z. B. wird es mir fast unmöglich machen ein Model zu werden.

      Ich glaube, Intelligenz wird generell überbewertet, ich nehme sie nur als Beispiel für genetische Grundlagen. Wenn wir weniger Geld für meiner Meinung nach wertlose Versuche der Gleichmacherei aufwenden würden und den Menschen mehr Eigenverantwortung zutrauen würden, wäre unsere Gesellschaft vielleicht ungleicher aber erfolgreicher und vor allem auch Glücklicher.

      Um es ganz klar zu stellen, ich möchte gleiche Rechte für jeden.
      Ich würde mich übrigens sehr freuen, wenn du einen Text darüber schreiben könntest, wie Chancengleichheit praktisch angewendet wird bzw. angewendet werden könnte!

      Antwort
      • August 30, 2018 um 22:44
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        Das Grundproblem ist, dass du Gleichheit mit Gleichberechtigung vermischst.

        Chancengleichheit heißt nicht, dass jeder Supersprinter werden muss. Sondern, dass jeder am Wettlauf teilehmen darf. Chancengleicheit heißt auch, dass man scheitern darf. Das Problem ist, dass vieles unter dem Deckmantel der Chancengleicheit gemacht wird, was letzlich Gleichmacherei oder sogar Lobbyarbeit ist. Das ist zu verurteilen. Aber deshalb ist die Chancengleichheit nicht zu kritisieren.

        Freiheit heißt Ungleichheit, das stimmt. Ungleicheit ist auch eine Triebfeder für Fortschritt und Wohlstand, richtig. Aber bei Chancengleicheit geht es nicht um Gleichmacherei…

        Es ist richtig, dass wir mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Talenten geboren wurden, und Chancengleicheit bedeutet, dass jeder seine Fähigkeiten entwickeln kann, und jeder glücklich werden kann wie er es möchte, Unabhängig vom Einkommen der Eltern. DAS ist Chancengleicheit.

        Jeder der begabt ist und die entsprechende Leistung bringt, sollte Arzt oder Busfahrer werden dürfen. Unabhängig davon, wer es ist… DAS IST CHANCENGLEICHHEIT.

        Noch etwas zu deinen sonstigen Behauptungen:
        Zitat: „Staatliche Maßnahmen schaden finanziell immer den Leistungsträgern am meisten.“

        Das stimmt so nicht. Denn Leistungsträger profitieren auch von den Staatlichen Maßnahmen. Oft sogar überdurchschnittlich. Sogar von der Sozialhilfe profitiert der Multimillionär. Das ist ökonomisches Grundwissen.

        Dies ist nicht rein mönetär zu verstehen, sondern in Form von Nutzen, Freude, Zufriedenheit. Man kann sogar recht einfach zeigen, dass man gut verdienende Leistungsträger durch Besteuerung besser stellen kann.

        Das Problem ist nur, dass dies ein Thema für ein ganzes VWL-Seminar wäre und komlexe Gedankengänge vorraussetzt, die den Rahmen hier sprengen.

        Du stellst auch immer Freiheit als höchstes Gut dar. Das stimmt, ich bin ein großer Verfechter der Freiheit. Aber Freiheit heißt auch immer die Freiheit des anderen. Und wenn Freiheiten kollidieren, muss es Regeln geben, die die Freiheit eines einschränken.

        Nehmen wir eine Kreuzung. Ohne Ampeln ohne Schilder, weil die würden ja nur deine Freiheit auf Fahren einschränken. Nun kommen zwei Autos zeitgleich an die Kreuzung. Wenn beide denken wie du und sagen, ich habe die Freiheit zu fahren, dann gibt es ein Unfall.

        Nun könnte man sich Marktkonform absprechen und verhandeln. Beide halten an, und sprechen sich ab, wer zu erst fahren darf. Das mag bei zwei noch gehen, aber in der rush-hour kommt man dann ja garnicht mehr vorwärts weil ich mich mit jedem absprechen muss, wie wer wann fahren darf. Also wäre es doch gut, wenn es allgemeine Regeln gibt auf die man sich einigt. Zum Beispiel, wer von Rechts an die Kreuzung kommt hat Vorfahrt.

        Damit sich sich auch alle an die Regeln halten machen wir eine Vereinbahrung. Wer die Regeln bricht, muss eine Gebühr zahlen. Damit die Regeln eingehalten werden, einigen wir uns darauf dass wir beide jemanden beauftragen und bezahlen, dass dieser unabhängig unsere Regeln überwacht und die Strafgebühr einkassiert. Dann haben wir zwar etwas weniger Freiheit weil Regeln uns einschränken, außerdem haben wir etwas weniger Geld weil wir den Wachmann bezahlen, ABER wir sparen Zeit, weil wir nicht mehr ständig austeigen müssen und klären müssen, wer Vorfahrt hat.

        Im Grunde wurde mit dem Wachmann und den Regeln ein kleiner Staat gegründet. Denn letzlich ist es nichts anderes und alle profitieren, weil der Verkehr deutlich besser fließt.
        Also wurde hier durch weniger Freiheit ( Verkehrsregeln) mehr Freiheit gewonnen( weniger Aufwand durch verhandeln)

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        • August 31, 2018 um 10:21
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          Ich glaube das staatliche Maßnahmen nie im Verhältnis stehen.
          Der Staat ist grundsätzlich ineffizient und erzeugt immense Bürokratie.

          Du stellst auch immer Freiheit als höchstes Gut dar. Das stimmt, ich bin ein großer Verfechter der Freiheit. Aber Freiheit heißt auch immer die Freiheit des anderen. Und wenn Freiheiten kollidieren, muss es Regeln geben, die die Freiheit eines einschränken.

          Wenn wir von negativ definierter Freiheit sprechen, kollidiert sie nicht. Ich glaube du hast einfach ein anderes Freiheitsverständnis.
          Für mich ist Freiheit, das Recht auf Leben und Eigentum. Positive Freiheiten wie das Recht auf z. B. Bildung ist für mich nicht Teil der Freiheit im eigentlichen Sinne.

          Das Kreuzungsbeispiel funktioniert so nicht. Die Kreuzung gehört jemanden und der entscheidet über die Regeln.

          Diese Regeln kann es auch in einem freien Markt geben, wird es sogar. Ich rede nicht von jeder kann machen was er will Regeln. Die meisten Parkplätze die Privatgrundstücke sind nutzen.
          Das ist aber kein Freiheitsgewinn oder Verlust in meinem Verständnis. Die Regeln stellt derjenige auf dem das Verkehrsnetz gehört und diejenigen die es nutzen wollen müssen sich halt darauf einlassen. Das ist keine Freiheitsfrage.

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          • August 31, 2018 um 12:04
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            Lieber Paul,

            als ich zum ersten mal hier war, hoffte ich über wirklich intellektuellen Austausch. These trifft Antithese zur Systhese. Aber wenn ich sehe wie due und andere argumentieren, bin ich etsetzt über das Niveau. Die Antiken Philosophen würden sich im Grabe rumdrehen, wenn sie sehen könnten wie hier argumentiert wird.

            Du glaubst, das irgendwas ist. Das ist dein bestes Argument?
            Dann postulierst du ineffizienz des Staates. Bist du der Papst und hast die Unfehlbarkeit und brauchst deswegen keine logischen Argumentationketten, keine nachweisbaren Fakten auf die du dich berufst? Das ist doch unterirdisches Niveau…

            Ich glaube das eine du das andere also haben wir beide irgendwie recht? Und auf dieser Grundlage soll das Leben analysiert werden? In der Antike erhoben die Philosophen den Anspruch die Gesellschaft zu analysieren und auf Grundlage dieser Analyse ein Gesellschaftsbild unf Staatsmodell zu entwicklen. Philosophen waren fürher oft gute Mathematiker, da die Mathematik als die Königin der Logik galt.

            Und heute regiert Glaube und wage Gefühle.

            Zu deinem Glauben:

            „Der Staat ist grundsätzlich ineffizient und erzeugt immense Bürokratie.“

            Wie kommst du darauf? Das ist Quatsch. Es gibt sogar eine Reihe von Situationen, wo der Markt ohne Staat garnicht funktionieren kann.

            Was soll den negativ definierte Freiheit sein? Recht auf Bildung ist doch erstmal nicht teil von Freiheit? Du biegst dir irgendas zusammen was am Ende viele Worte und kein Inhalt sind.

            Irgendwann kollidieren Freiheitsinteressen. Das Kreuzingsbeispiel funktioniert sehr gut. Wem gehört denn die Kreuzung? Der Gesellschaft. Die ist nicht in Privateigentum. Das ist doch blanker Unsinn den du schreibst.

            Dann sei konsequent, und sage wie du alles privatiseiren willst. Willst du ganz Deutschland aufteilen und jeder darf ein Zaun um seine 4000 qm machen??? Jetzt wirst du sicher wieder rumschwafeln, dass ich was nicht verstehen würde. NEIN. Wenn alles privat ist, wie du es gern möchtest, wie kann ich dann jemand anderes besuchen? Ich müsste dann ja über tausende Privatgrundstücke laufen…

            Aus diesem Grund ist das Kreuzungsbeispiel super. Die Kreuzung ist öffentlicher Raum und kein Privateigentum. Deine Argumentationen erinnern mich immer an Verschwörungstheoretiker. Da wird immer ein winziger Aspekt rausgesucht, so gebogen dass es passt, aber die restlichen 99% der Welt, die teilweise im kompletten Widerspruch stehen, werden ausgeklammert.

            Im nächsten Absatz widersprichst du dich wieder völlig.

            1. Wenn der free Markt Regeln für die Straßenkreuzungen findet, stellt sich die Frage, wer sie durchsetzt. Den Staat gibt es ja bei dir nicht mehr. Gilt dann wieder Faustrecht? Was passiert,wenn ich die Regeln nicht befolge?

            2. In jedem Beitrag von dir, lese ich, dass Gesetze des Staates Teufelszeug sind und Freiheiten beschränken. Nun aber sagst du, es ist super wenn jeder Privatmensch seine eigene Verkehrsregeln einführt.

            Also staatliche Verehrsregeln sind in deinen Augen was schlimmes und Freiheitsberaubung, aber private Verkehrsregeln sind super. Merkste den Widerspruch?

            Denken wir mal deine Argumente zum Ende, auch wenn du dann wieder behauptest ich würde dich missverstehen. Ich denke dir sind die Konsequenzen deiner Argumente einfach nicht klar.

            Du kippst jetzt um und brauchst dringende medizinische HIlfe. Dein Nachbar sagt, ich fahre dich sofort ins Krankenhaus.

            Nun kommst du an die Kreuzung, und kein anderer Weg führt zum Krankenhaus, oder schnell genug ins Krankenhaus. Nun hält der Eigentümer deinen Nachbarn an, schaut ins Auto und sieht sich kurz vor dem Tod.

            Nun sagt er: “ Mensch Herr Port. Ich hätte jetzt gern 50.000€ sonst dürfen Sie hier nicht durchfahren ins Krankenhaus. Das ist meine Regel, und Sie sind doch der Meinung:

            Zitat Paul Port: „Die Regeln stellt derjenige auf dem das Verkehrsnetz gehört und diejenigen die es nutzen wollen müssen sich halt darauf einlassen. „“

            Super.

          • August 31, 2018 um 14:45
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            Negative Freiheit oder überpositive Freiheit ist ein klassisches Konzept des Naturrechts. Auch bekannt als Menschenwürde oder eben Naturrecht. Darunter wird klassischerweise gefasst:
            -Eigentumsschutz und Selbsteigentum, wie es eine Anarchisten vertreten.
            -Menschenwürde ein Konzept was eher aus der christlichen Denkrichtung kommt.
            -Freiheitsinteressen kollidieren nur, wenn jemand die Eigentumsrechte einer anderen Person einschränken möchte, sonst nicht. „Freiheit bis zur Freiheit eines anderen“

            Ich will privatisieren, aber nicht aufteilen. Wird nach Marktpreis verkauft etc.
            „Wenn alles privat ist, wie du es gern möchtest, wie kann ich dann jemand anderes besuchen? Ich müsste dann ja über tausende Privatgrundstücke laufen“
            Über privatisierte Straßen und Wege die es schon überall auf der Welt gibt und die blendend funktionieren.

            1. Wenn der free Markt Regeln für die Straßenkreuzungen findet, stellt sich die Frage, wer sie durchsetzt. Den Staat gibt es ja bei dir nicht mehr. Gilt dann wieder Faustrecht? Was passiert,wenn ich die Regeln nicht befolge?
            Es gibt große Debatten darüber ob sich Recht privatisieren lässt und es gibt einige Philosophen die interessante Modelle dafür aufgestellt haben
            https://mises.org/library/how-have-law-without-legislation Das hier wäre eine gute Einführung.

            2. In jedem Beitrag von dir, lese ich, dass Gesetze des Staates Teufelszeug sind und Freiheiten beschränken. Nun aber sagst du, es ist super wenn jeder Privatmensch seine eigene Verkehrsregeln einführt.
            Darin sehe ich keine Widerspruch von meiner Seite.

            Also staatliche Verehrsregeln sind in deinen Augen was schlimmes und Freiheitsberaubung, aber private Verkehrsregeln sind super. Merkste den Widerspruch?
            Das ist keiner, ich sage nicht das die Verkehrsregeln in irgendeiner Form schlimm sind. Sondern kritisiere grundsätzlich den Staat in fast jeder Form.
            Ich kritisiere das staatlich nicht, die Verkehrsregeln.

            „Nun kommst du an die Kreuzung, und kein anderer Weg führt zum Krankenhaus, oder schnell genug ins Krankenhaus. Nun hält der Eigentümer deinen Nachbarn an, schaut ins Auto und sieht sich kurz vor dem Tod.
            Nun sagt er: “ Mensch Herr Port. Ich hätte jetzt gern 50.000€ sonst dürfen Sie hier nicht durchfahren ins Krankenhaus. Das ist meine Regel, und Sie sind doch der Meinung:“
            Da du die Straße nutzt gibt es vorher schon einen Nutzungsvertrag oder ähnliches. Außer du befährst die Straße zum ersten Mal und selbst dann wird es Regeln zur Erstnutzung geben.
            Der Person wird ja sehr unwahrscheinlich nur eine Kreuzung gehören sondern ein Netz.

            Wie wäre es denn Heute wenn du über Privatgelände müsstest um ein Leben zu retten? Du würdest es einfach machen und die Zahlung verweigern, weil selbst ein privater Rechtsanbieter, diese Situation als „Ausbeutung“ oder „Ausnutzung eines Notstandes“ Identifizieren.
            Solche extrem konstruierten Beispiele sind halt nicht wirklich hilfreich.
            Zitat Paul Port: „Die Regeln stellt derjenige auf dem das Verkehrsnetz gehört und diejenigen die es nutzen wollen müssen sich halt darauf einlassen. „“

  • August 31, 2018 um 14:57
    Permalink

    machen wir es kurz:
    was ist,wenn der private Rechtanbieter dass anders sieht? Es sagt nee… Und dann? Dann beutet er den Notstand aus. Wer kann ihn denn belangen? Gibt ja keinen Staat.

    Diese Beispiele sind extrem, ja das gebe ich. Sie sind extrem hilfreich. Das ist doch kein weltfermdes Problem. Es ist ALLTAG! Jeden Tag fahren in Deutschland hunderte Rettungswagen durch die Starßen und du sagt, das ist unrealistisch?

    Ich glaube dein Problem ist, dass bei dir vorallem die Realität nicht hilfreich ist.
    Vorallem, wie soll es organisiert werden? haben wir dann hunderte Straßenunternehmen? Muss ich dann edliche verschiedene Mautsysteme bei haben?

    Und bei jedem Hinweis ist deine einzige Antwort da gibt es dann Regelungen. Aber im Kern findest du Regelungen schlecht…. Deine ganze Argumentationslinie hinkt, ist widersprüchlich und Bullshit im Quadrat.

    Bei dir trifft gefühltes Halbwissen auf ideologische Verbohrtheit.

    Antwort
    • September 3, 2018 um 00:09
      Permalink

      Danke, du bringst es auf den Punkt!
      Der Irsinn dieses Artikels manifestiert sich ja schon in der Überschrift. “Was ich nicht verstehe“ scheint keine Rubrik zu sein in der er sich Wissen aneignen, oder Positionen verstehen will. Er hat zu alledem eine klare Meinung und die scheint für ihn, ob seines nicht verstehens der Materie absolut und indiskutabel.
      Paradox…

      Antwort
      • September 3, 2018 um 10:25
        Permalink

        „Es ist richtig, dass wir mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Talenten geboren wurden, und Chancengleicheit bedeutet, dass jeder seine Fähigkeiten entwickeln kann, und jeder glücklich werden kann wie er es möchte, Unabhängig vom Einkommen der Eltern. DAS ist Chancengleicheit.“

        Das heißt wir müssen jeden enteignen und umverteilen. Denn Kinder mit reichen Eltern werden immer große Vorteile haben. Außerdem geht es nicht nur um Geld, Akademikereltern können ihre Kinder ganz anders auf bestimmt Sachen vorbereiten, als z. B. Arbeiterkinder.

        „Jeder der begabt ist und die entsprechende Leistung bringt, sollte Arzt oder Busfahrer werden dürfen. Unabhängig davon, wer es ist… DAS IST CHANCENGLEICHHEIT.“

        Das ist nicht Chancengleich. Begabung ist ja angeboren/erzogen.

        Antwort
    • September 3, 2018 um 10:33
      Permalink

      Zum Thema privatisierte Straßen.
      https://www.amazon.com/Privatization-Roads-Highways-Economic-Factors/dp/147833844X

      „Und bei jedem Hinweis ist deine einzige Antwort da gibt es dann Regelungen. Aber im Kern findest du Regelungen schlecht…. Deine ganze Argumentationslinie hinkt, ist widersprüchlich und Bullshit im Quadrat. “
      Deine grundlosen Behauptungen sind langsam ermüdend. Ich rede von staatlichen Regelungen, weil sie auf Zwang und Gewalt basieren. Freiwillige Regelungen halte ich für essenziell.

      Wirtschaftlich lohnt es sich kaum ein kleines Straßennetz zu unterhalten, also ist das mehr als unwahrscheinlich.

      Ich vertrete eine sehr weit verbreitete Gedankenschule. Du tust so als ob ich irgendetwas besonders komisches oder exotisches vertreten würde.

      Antwort
      • September 3, 2018 um 11:19
        Permalink

        1. Meine Behauptung ist nicht grundlos. Du wiederholst es ja wieder.

        Erkläre mir mal logisch, warum ein privates Stopschild besser ist, als wenn der Staat es aufstellt.

        Deine Theorien sind reinster Humbuk. Es ist richtig, dass es sich nicht lohnt ein kleines Straßennetz aufzubauen. Aber ein großes scheitert an den Investitionen… Ergebnis: Es wird kein effektives Straßennetz geben.

        Und noch was:

        Ich tue nicht so, ich weiß es. Diese Gedankenschule ist NICHT weit verbreitet. In der aktuellen Forschung findet diese Diskussion in der Form garnicht statt.
        Wieviel staatliche Regelungen und in welchem Bereich notwendig ist, das ist ein sehr großes, forschungsintensives Thema in der VWL, aber die österreichische Schule in ihrer radikalsten Form ist in der Wissenschaft tot…

        Was aber nicht an der österreichischen Schule liegt, sondern an diesem Scharz-Weiß-Denken. Die aktuellen Ökonomen sind viel flexibler und denken in anderen Kategorien. Und selbst die liberalsten unter den Ökonomen bezweifeln heute nicht mehr die Notwendigkeit eines Staates. Es geht mehr um den Umfang…‘

        Du hast ja groß posaunt, dass du Professoren kennst die das vertreten. Wer denn?

        Antwort
        • September 3, 2018 um 14:09
          Permalink

          Erkläre mir mal logisch, warum ein privates Stopschild besser ist, als wenn der Staat es aufstellt.
          1. Moralisch: Herrschaft ist moralisch schwer zu legitimieren, vor allem wenn sie wie ein Staat auf Gewalt und nicht auf Selbständigkeit basiert.
          2. Scheitern: Ein Privatanbieter kann scheitern und seine Fehler korrigieren, der Staat(Vor allem Demokratien) neigen dazu ihre Fehler einfach zu ignorieren.
          3. Wettbewerb: Der Staat hat keinen Konkurrenten, damit verlieren wir einen großen Faktor bei der Selbstoptimierung.
          4. Es wird nicht Zwangsfinanziert

          Zum Rest, sie überblicken nicht die gesamte Forschung der VWL, also tun sie auch nicht als ob.
          Die Österreichische Schule besteht ja nicht nur aus Anarchisten, sondern auch aus klassisch Liberalen.
          Die Notwendigkeit eines Staates wird sehr wohl noch debattiert, außerdem ist die Frage auch eine moralische, nicht nur eine ökonomische.

          Davon abgesehen gibt es noch etliche „Austrians“ überall in der Lehrstuhllandschaft, dafür könnten sie Google nutzen.

          Antwort

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